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Geh-sund! Bewegungsförderung durch fussgängerfreundliche Infrastrukturen

Meist wird Bewegungsförderung mit sportlicher Aktivität verknüpft. In Kampagnen wird die gesundheitswirksame Bewegung als individuelle Verhaltensmassnahme dargestellt und appelliert, man solle sich mehr bewegen. Eine viel grössere Breitenwirkung lässt sich erzielen, wenn die Bewegungsförderung mit der alltäglichen Mobilität zu Fuss verbunden wird. Dazu braucht es fussgängerfreundlichere Verkehrsbedingungen und einen attraktiven öffentlichen Raum für den Aufenthalt. Ziel muss es sein, das Zufussgehen nicht nur zu ermöglichen, sondern durch geeignete Infrastruktur aktiv zu fördern. Das gesamtschweizerische Projekt «Langsamverkehr und Gesundheit» zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Planungs- und Gesundheitsfachleuten wurde an der Fachtagung von Fussverkehr Schweiz vom 30.6.2026 in Basel lanciert.

Bewegungsmangel ist eines der grössten Gesundheitsrisiken in unserer Gesellschaft mit steigender Wichtigkeit. Massnahmen zur Bewegungsförderung sind somit zentrale Elemente für eine gesündere Gesellschaft. Es ist mehrfach belegt, dass gute Siedlungsgestaltung, ein dichtes Netz an sicheren und attraktiven Fusswegen und Aufenthaltsflächen, die Leute dazu bringt, sich im Alltag mehr zu Fuss zu bewegen. Kurzweilige Wege erscheinen kurz und werden gerne unter die Füsse genommen. Langweilige Wege erscheinen lange und es wird rasch auf eine anderes Verkehrsmittel ausgewichen.

Diese Tatsache gewinnt in der Gesundheitsförderung zunehmend an Bedeutung. Der gesundheitliche Nutzen der Alltagsbewegung, sei es zu Fuss oder mit dem Velo, ist ein wichtiger Baustein und ein grosses noch zu wenig ausgeschöpftes Potenzial ind der Präventionsarbeit.

Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen für den Fuss- und Veloverkehr müssen daher – auch aus Sicht der Gesundheitsförderung – vermehrt ins Zentrum gerückt werden. Dies erfordert eine engere Zusammenarbeit von Raum- und Verkehrsplanerinnen und Gesundheitsfachleuten. Fussverkehr Schweiz hat das Thema aufgegriffen und an einer Tagung in Basel ausführlich diskutiert.

Die Veranstaltung ist zugleich der Start für ein mehrjähriges Projekt, das diverse NGOs aus dem Planungs-, Verkehrs- und Gesundheitsbereich zusammen lanciert haben. Das Projekt ist als Querschnittsaufgabe angelegt und setzt in Koordination mit Bundesämtern, Kantonen, Gemeinden, Hochschulen sowohl bei der Aus- und Weiterbildung an und versucht gesundheitliche Aspekte in die Planung einzubringen und planerische Aspekte in die Gesundheitsförderung.

Auskünfte:

Deutsch: Thomas Schweizer, 043 488 40 32
thomas.schweizer(at)fussverkehr.ch

 

30.06.2016

Medienkontakt

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Gerne dürfen Sie sich bei Fragen zu den Themen «Aktive Mobilität & Gesundheit» Thomas Schweizer wenden:

Fussverkehr Schweiz
Fachverband der Fussgänger
Jenny Leuba
Klosbachstr. 48, 8032 Zürich

043 488 40 33
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